Maximum Release Factor:

Der bessere Ansatz für Cr(VI)-Emissionen?

 

Im aktuellen Beschränkungsverfahren für Cr(VI) stehen absolute Emissionsgrenzwerte in Kilogramm pro Standort und Jahr zur Diskussion. VECCO kritisiert diesen Ansatz: Werden die Emissionen aller Schornsteine eines Standortes addiert, werden insbesondere größere Betriebe mit mehreren Anlagen und hohen Abluftvolumenströmen benachteiligt – selbst bei sehr niedrigen Emissionskonzentrationen.

Hinzu kommt ein Zielkonflikt: Leistungsfähige Absauganlagen reduzieren die Exposition der Beschäftigten, erhöhen aufgrund des größeren Abluftvolumens aber rechnerisch die jährliche Emissionsfracht.

Die Alternative: Maximum Release Factor

Mit der Alternative Option Nummer 5 (AO5) des Beschränkungsentwurfs haben RAC und SEAC deshalb den Maximum Release Factor (MRF) eingeführt. Dabei wird die jährliche Cr(VI)-Emission ins Verhältnis zur eingesetzten Cr(VI)-Menge gesetzt. Entscheidend ist damit stärker die tatsächliche Effizienz der Emissionsminderung und weniger die Größe eines Standortes.

Ein Blick auf die Vecco Datenbank für die Risikodaten unserer Mitglieder zeigt ein deutliches Bild: Einen Maximum Release Factor MRF von 0,1 % erreichen rund 94 % der Betriebe.

VECCO unterstützt deshalb ausdrücklich einen Maximum Release Factor von 0,1 % als Bestandteil der zukünftigen Cr(VI)-Beschränkung. Er verbindet ambitionierte Emissionsminderung mit einem Ansatz, der auch für größere Industriestandorte praktikabel bleibt und beseitigt einen Webfehler im ursprünglichen Entwurf der Beschränkung von Cr(VI).