Die ECHA-Komitees RAC (Committee for Risk Assessment) und SEAC (Committee for Socio-economic Analysis) haben ihre Draft Opinions zur geplanten Beschränkung von Chrom(VI) veröffentlicht.
Der vorliegende Entwurf enthält gegenüber dem ursprünglichen Beschränkungsvorschlag teilweise deutlich verschärfte Expositions- und Emissionsgrenzwerte. Insbesondere die vom RAC vorgeschlagenen Werte von 0,1 µg/m³ für die Arbeitsplatzexposition und 0,25 kg Emissionen pro Jahr würden für zahlreiche Unternehmen der Oberflächentechnik erhebliche Herausforderungen darstellen.
Der SEAC hat die verschiedenen Beschränkungsszenarien einer sozioökonomischen Bewertung unterzogen. Aus Sicht des Vecco e.V. werden dabei die Auswirkungen auf industrielle Wertschöpfungsketten und nachgelagerte Branchen nur unzureichend berücksichtigt. Die langfristigen Folgen für Wettbewerbsfähigkeit, Schlüsseltechnologien und industrielle Lieferketten in Europa verdienen daher besondere Aufmerksamkeit.
Eine abschließende Empfehlung enthält der aktuelle Entwurf nicht. Die politische Bewertung und Entscheidung werden in den kommenden Verfahrensschritten durch die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten erfolgen.
Mit der Veröffentlichung der Draft Opinions wurde am 17. Juni 2026 die 60-tägige Public Consultation eröffnet. Zusätzlich bietet die ECHA am 30. Juni 2026 ein Informationswebinar zum aktuellen Stand des Verfahrens an.
Der Vecco e.V. ruft alle betroffenen Unternehmen und Stakeholder dazu auf, sich aktiv an der Public Consultation zu beteiligen und ihre Erfahrungen sowie ihre Einschätzung zu den vorgeschlagenen Maßnahmen einzubringen.
Weiterführende Informationen sowie die Links zur Public Consultation und zum ECHA-Webinar finden Sie auf der Webpage der ECHA.
